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Islandreise Herbst 2005
Reiseverlauf:
| 1. Tag, Sonntag, 30.10.2005
Linienflug mit Icelandair nach Keflavík (Ankunft um 16.35 Uhr). Auf dem Weg zum Hotel entspannen wir uns im 40°C heißen, schwefelhaltigen blauen Wasser der „Blauen Lagune“. Anschließend fahren wir zu unserer Unterkunft, dem Fosshotel „Lind“ in Reykjavík.
| 2. Tag, Montag, 31.10.2005
Nach einer Kurzbesichtigung der Hallgrimskírkja und dem davor platzierten Denkmal für Leifur Eiríksson, dem legendären Entdecker Amerikas, verlassen wir Reykjavík in Richtung Norden auf der Ringstraße. Bei Mosfellsbær biegen auf die Straße 36 ab, die uns weiter nach Þingvellir bringt, der historischen Versammlungsstätte. Hier wird uns in Form der „Almannagjá“ und dem Wasserfall Öxarafoss die Trennungslinie der Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien vor Augen geführt.
Wir fahren östlich des Þingvallavatn auf der Straße 36 weiter, ehe wir etwa 11 km vor Selfoss nach links in die Straße Nr. 35 einbiegen.
Wir halten beim 6500 Jahre alten Explosionskrater Kerið. Er gilt wegen seines tiefblauen Wassers und des Kontrasts zur rötlichen Lava als einer der schönsten Krater Islands.
Anschließend besuchen wir das wegen seiner heißen Springquellen bekannte Geysirgebiet „Haukadalur“. Der große Geysir hat zwar seit dem Erdbeben vom 17.06.2000 seine Tätigkeit sporadisch wieder aufgenommen, aber der Geysir „Strokkur“ (Butterfass) schießt verlässlich alle 5-10 Minuten eine bis zu 20 Meter hohe Dampf- und Wasserfontäne in die klare Luft.
Nur wenige Kilometer weiter donnern die Wassermassen der Hvitá über vier Katarakte in den Hvitá-Canyon und bilden so den Gullfoss, der wegen der sich im Wasser spiegelnden Regenbögen „Goldener Fall“ heißt.
Wir fahren nun auf der Straße 30 zur Ringstraße. Auf unserem Weg nach Osten halten wir zunächst beim Seljalandsfoss, einem 60 Meter hoher Wasserfall einige hundert Meter abseits der Ringstraße. Wer den selbst im Sommer feuchten und meist rutschigen Weg hinter den Wasserfall nicht scheut, kann durch den Wasserschleier ins Tal schauen.
Eine Fahrtunterbrechung lohnt auf alle Fälle Skógar mit seinem liebevoll ausgestatteten Heimatmuseum und dem Skógafoss, der äußerst fotogen 25 m breit und 60 m tief ins Tal stürzt. Ohne Probleme kann man sich dem Wasserfall bis auf wenige Schritte nähern.
Auf unserem Weiterweg unternehmen wir beim oft sturm- und regengepeitschten Fischerort Vík einen kleinen Strandspaziergang und schauen hinaus aufs Meer zu den Felsnadeln „Reynisdrangar“. Dann machen wir uns auf die letzte Tagesetappe, die Durchquerung des mehr als 30 km breiten „Mýrdalssandur“.
(Übernachtung im Hotel Kirkjubæjarklaustur)
| 3. Tag, Dienstag, 01.11.2005
Zunächst besuchen wir die Felsformation „Dverghamrar“ gleich neben der Ringstraße. Mehrere Meter hohe Basaltsäulen stehen hier zu Dutzenden wie Orgelpfeifen nebeneinander auf der Wiese.
Dann geht es weiter zur kleinen Torfkirche von Núpsstaður am Fuße des gewaltigen ehemaligen Meereskliffs Lómagnúpur (767m).
Kurz darauf ist der über 30 Kilometer breite und mit 1000 Quadratkilometern auch größte Sander Islands, der „Skeiðarársandur“ erreicht.
Die Fahrt geht weiter, immer begleitet von Ausblicken auf die schier unendlichen Eismassen des Vatnajökull. Am Jökulsárlón reicht eine Gletscherzunge fast bis ans Meer. In der Gletscherlagune treiben Eisberge, dazwischen schwimmen und tauchen gelegentlich Seehunde. Bei einer Bootsfahrt auf der Lagune kann man im Sommer die schwimmenden Eisriesen aus nächster Nähe betrachten. Auf der anderen Seite der Brücke liegen Hunderte von bis zu mannsgroßen Eisblöcken am Strand. Nach diesem einzigartigen Naturschauspiel, sicher einer der Höhepunkte unserer Islandreise, machen wir uns auf die Rückfahrt.
Bald sehen wir draußen im Meer das Kap Ingólfshöfði, wo Ingólfur Arnarson, der erste Siedler Islands, seinen ersten Winter in Island verbrachte.
Wenige Kilometer nachdem bei Fagurshólsmýri die Straße eine 90 Grad- Wendung macht, gelangen wir nach Hof mit der unter Denkmalschutz stehenden Torfkirche aus dem Jahr 1883.
Kurz vor Erreichen des Nationalparkes „Skaftafell“ schauen wir uns bei einem kurzen Abstecher die Gletscherzunge „Svínafellsjökull“ näher an.
Skaftafell, zwischen zwei Gletscherzungen des Vatnajökull gelegen, lädt zu kleinen und großen Wanderungen ein. Auf keinen Fall versäumen sollte man den kleinen „Svartifoss“ (schwarzer Fall), der zwischen schwarzen Basaltsäulen malerisch über eine Felskante ins Tal stürzt. Belohnt wird man bei den meist bergauf führenden Wanderungen im Nationalpark durch überwältigende Ausblicke.
Auf der Ringstraße passieren wir wieder den „Skeiðarársandur“ Im Herbst 1996 geriet dieses Gebiet am Skaftafell-Nationalpark in die Schlagzeilen der Weltpresse, als einer der vielen Vulkane unter dem gewaltigen Eispanzer des Vatnajökull ausbrach und mehrere Kubikkilometer Eis zum Schmelzen brachte. Diese unvorstellbar großen Wassermassen bahnten sich im November 1996 ihren Weg unter dem Eis, rissen auf dem Weg zur Küste Teile der Ringstraße mit sich und unterbrachen so die einzige Straßenverbindung zum Südosten der Insel. Nur noch einige verbogene einstige Brückenpfeiler, die zu einem Denkmal zusammengefügt wurden, erinnern an dieses Ereignis.
Mitten auf dem Sander führt eine Piste zu einer der Stellen hin, an der sich damals die Wasser- und Eismassen ihren Weg über die Moränen zur Küste bahnten.
Als Schlusspunkt besuchen wir noch die über 2 Kilometer lange Schlucht Fjaðrárgljúfur, am Beginn der Piste zur Laki- Kraterreihe, einige km westlich von Kirkjubæjarklaustur.
(Übernachtung wie am Vortag)
| 4. Tag, Mittwoch, 02.11.2005
Auf unserem Weg zurück nach Westen passieren wir zunächst den Rastplatz Laufskálavarða, der von Hunderten von Steinmännchen umgeben ist.
Zwölf Kilometer nach Vík erreichen wir auf einer holprigen Stichstraße mit dem „Kap Dyrhólaey“ den südlichsten Punkt Islands. Dieser 120 Meter hohe Fels weist ein Brandungsloch auf, das so groß ist, dass es mit Booten durchfahren werden kann. Bekannt ist das Kap auch wegen seines Vogelreichtums.
4 km abseits der Ringstraße haben wir am Mýrdalsjökull die Möglichkeit, unseren Fuß auf eine Gletscherzunge des „Sólheimajökull“ zu setzen.
Die Besiedlung neben der Ringstraße wird nun dichter und man kann deutlich mehr intensiv landwirtschaftlich genutzte Flächen erkennen. Auf der Weiterfahrt taucht bald zur Rechten der fast 1500 m hohe Vulkan Hekla auf, der zuletzt im Januar 2000 ausbrach.
Auf der Weiterfahrt legen wir noch eine letzte Pause in „Hveragerði“ ein. Geprägt ist dieser Ort durch die zahlreichen Gewächshäuser. Angebaut werden hier Blumen und Gemüse, aber auch Bananen und andere tropische Früchte. Einige dieser durch die hier überreichlich vorhandene Erdwärme kostenlos beheizten Treibhäuser können besichtigt werden. Wir machen hier noch einen Halt im „Eden“ und schlürfen in einer Bäckerei einen Kaffee.
Die Fahrt geht weiter auf den Straßen 38 und 42 zum Teil entlang der Südküste zum Geothermalgebiet Krísuvík. Seit dem Erdbeben vom 17. Juni 2000 haben hier die geothermalen Aktivitäten spürbar zugenommen.
Kurze Zeit später passieren wir den See Kleifarvatn, dessen Wasserstand nach dem Erdbeben zunächst allmählich um 5 Meter sank, nun aber wieder langsam steigt.
Wir besichtigen schließlich einige Fischtrocknungsanlagen bei Hafnarfjörður, ehe es zur Unterkunft in Reykjavík geht, dem Fosshotel „Lind“.
Am Abend statten wir noch den Sehenswürdigkeiten Perlan mit seinen Heißwassertanks, Rathaus am Stadtsee Tjörnin, sowie Parlament und Domkirche einen kurzen Besuch ab.
| 5. Tag, Donnerstag, 03.11.2005
Rückflug nach Deutschland mit Icelandair
(Abflug um 7.35 Uhr, Ankunft in Frankfurt um 12.15 Uhr)
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